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Über uns und Quellen

Ein Rechner ist nur so viel wert wie die Zahl, mit der er rechnet. Deshalb steht hier, woher jede Zahl kommt, wann sie zuletzt gegen den Gesetzestext gehalten wurde und welche Kontrollrechnungen jeder Rechner vor der Veröffentlichung bestehen muss.

Die drei Regeln

  1. Jede Seite gibt eine Zahl aus und zeigt, wie sie zustande kommt. Unter jedem Ergebnis steht der Rechenweg im Wortlaut — nicht „Formel: Brutto ÷ Faktor“, sondern 119,00 € ÷ 1,19 = 100,00 € mit Ihren Zahlen.
  2. Wo ein Gesetz gilt, steht der Paragraf darunter — mit Datum. Verlinkt wird die amtliche Fassung, nicht die Zusammenfassung eines Dritten. Ändert sich der Paragraf, ändert sich die Angabe auf der Seite, weil beide aus derselben Datei kommen.
  3. Was sich nicht sauber beantworten lässt, wird gefragt statt geraten. Mariä Himmelfahrt hängt in Bayern von der Gemeinde ab, nicht vom Land. Andere Rechner entscheiden das still für Sie. Dieser fragt nach.

Quellen, Stand und Fundstelle

Woran Fundstelle Geprüft
Regelsteuersatz (19 %) § 12 Abs. 1 UStG 15. August 2026
Ermäßigter Steuersatz (7 %) § 12 Abs. 2 UStG 15. August 2026
Nullsteuersatz (0 %) § 12 Abs. 3 UStG 15. August 2026
Gastronomie: Speisen 7 %, Getränke 19 % § 12 Abs. 2 Nr. 15 UStG 15. August 2026
Liste der ermäßigten Waren Anlage 2 zu § 12 Abs. 2 Nr. 1 und 2 UStG 15. August 2026
Kleinunternehmer § 19 UStG 15. August 2026
Ruhepausen § 4 ArbZG 15. August 2026
Höchstarbeitszeit § 3 ArbZG 15. August 2026
Ruhezeit § 5 ArbZG 15. August 2026
Kündigungsfristen § 622 BGB 15. August 2026
Gesetzlicher Mindestlohn § 1 MiLoG, Betrag vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales 15. August 2026

Feiertage: die Gesetze der 16 Länder

Feiertage sind Landesrecht. Deshalb steht hinter jedem Bundesland sein eigenes Gesetz — und deshalb sind die Feiertage im Rechner keine gespeicherte Tabelle, sondern Regeln, aus denen jedes Jahr neu berechnet wird. Eine Tabelle wäre am 1. Januar veraltet; eine Regel beantwortet auch 2031.

Baden-Württemberg Feiertagsgesetz Baden-Württemberg
Bayern Bayerisches Feiertagsgesetz (FTG)
Berlin Gesetz über die Sonn- und Feiertage (FeiertG BE)
Brandenburg Feiertagsgesetz (FTG BB)
Bremen Gesetz über die Sonn-, Feier- und Gedenktage
Hamburg Gesetz über die Sonntage, Feiertage und Gedenktage
Hessen Hessisches Feiertagsgesetz (HFeiertagsG)
Mecklenburg-Vorpommern Feiertagsgesetz (FeiertG M-V)
Niedersachsen Niedersächsisches Feiertagsgesetz (NFeiertagsG)
Nordrhein-Westfalen Gesetz über die Sonn- und Feiertage (FeiertagsG NRW)
Rheinland-Pfalz Feiertagsgesetz Rheinland-Pfalz (LFtG)
Saarland Gesetz Nr. 934 über die Sonn- und Feiertage
Sachsen Sächsisches Sonn- und Feiertagsgesetz (SächsSFG)
Sachsen-Anhalt Feiertagsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (FeiertG LSA)
Schleswig-Holstein Gesetz über Sonn- und Feiertage (FeiertagsG SH)
Thüringen Thüringer Feiertagsgesetz (ThürFtG)

Feiertagsrecht zuletzt geprüft am 15. August 2026.

Die Kontrollrechnungen

Vor jeder Veröffentlichung laufen dieselben Kontrollwerte durch, die von Hand gegen den Gesetzestext gerechnet wurden. Fällt einer davon durch, wird nicht veröffentlicht. Es sind genau die Fälle, an denen veröffentlichte Rechner scheitern:

Mehrwertsteuer rückwärts
119,00 € brutto bei 19 % sind 100,00 € netto — also ÷ 1,19 und nicht × 0,81. Der zweite Weg ergäbe 96,39 € und fehlt um 3,61 € auf jeder Rechnung.
Kaufmännisches Runden
Die glatte Hälfte geht nach oben, auch im Negativen: aus 1,005 wird 1,01, aus −1,005 wird −1,01. Wer das dem Rechner des Browsers überlässt, bekommt 1,00.
Pause bei genau neun Stunden
Das Gesetz sagt „mehr als sechs bis zu neun Stunden“: bei genau neun Stunden Arbeitszeit sind es 30 Minuten, erst darüber 45. Wer ab neun Stunden Anwesenheit 45 abzieht, gibt eine zu kurze Arbeitszeit aus.
Schicht über Mitternacht
22:00 bis 06:00 sind acht Stunden, nicht minus sechzehn.
Fronleichnam und Mariä Himmelfahrt
Fronleichnam 2026 fällt auf den 4. Juni und ist in sechs Ländern landesweit Feiertag, in zwei weiteren nur in bestimmten Gemeinden. Mariä Himmelfahrt gilt im Saarland überall, in Bayern in 1 704 von 2 056 Gemeinden. Der Rechner zählt die Zweifelsfälle nur mit, wenn Sie es ihm sagen.
Reformationstag
Seit 2018 dauerhaft in Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein — nicht in Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Tabellen aus dem Jahr 2017, als er einmalig bundesweit frei war, zählen hier falsch.
Dezimalstunden
7:20 Stunden sind 7,33 und nicht 7,20. Die Minuten werden durch 60 geteilt, nicht durch 100.
Der Monat hat 4,33 Wochen
52 Wochen ÷ 12 Monate sind 4,33 — nicht 4. Wer bei 40 Wochenstunden mit 160 Monatsstunden rechnet statt mit 173,33, bekommt einen um acht Prozent zu hohen Stundenlohn heraus.
Kündigungsfrist: der Satz, der nicht mehr gilt
Dieser Satz steht noch im Gesetzestext, wird aber nicht mehr angewendet: der Europäische Gerichtshof hat ihn am 19. Januar 2010 als altersdiskriminierend eingestuft (Rechtssache C-555/07, Kücükdeveci); das Bundesarbeitsgericht ist dem gefolgt. Rechner, die Jahre vor dem 25. Geburtstag herausrechnen, geben zu kurze Fristen aus. Dieser Rechner fragt gar nicht erst nach dem Geburtsdatum — er kann den Satz also nicht anwenden.
Kündigungsfrist: gemessen am Ende, nicht am Anfang
Die Beschäftigungsdauer zählt bei Ablauf der Frist. Wer währenddessen die nächste Stufe erreicht, bekommt die längere Frist — der Rechner rechnet deshalb zweimal.
Brüche
Das Vorzeichen gehört in den Zähler: −3/−4 wird als 3/4 ausgegeben, nicht als −3/−4.
Alter über den 29. Februar
Wer am 29. Februar geboren ist, hat in Jahren ohne diesen Tag am 1. März Geburtstag. Gerechnet wird nach Kalender, nicht mit 365,25 Tagen je Jahr.

Wann welche Zahl wieder angefasst wird

Abweichungen von anderen Rechnern

Wenn ein Ergebnis hier von einem anderen Rechner abweicht, wird die Abweichung geprüft und an dieser Stelle dokumentiert — mit dem Grund und mit der Fundstelle, die den Ausschlag gibt. Bisher sind keine Abweichungen gemeldet worden.

Was diese Seite nicht ist

Keine Steuerberatung, keine Rechtsberatung, keine Lohnabrechnung. Die Rechner geben aus, was aus Ihren Eingaben und dem geltenden Satz folgt — nicht, ob dieser Satz auf Ihren Fall anzuwenden ist. Im Zweifel entscheidet das die Steuerberaterin, nicht der Rechner.

Fehler, Wünsche, ein Rechner, der fehlt: kontakt@soberechnet.de.